Die Zusammenfassung: Optisch ist das Set ganz nett, vor allem der obere Teil, aber bautechnisch, Fehlteile-technisch sowie vom Tensegrity-Prinzip her der Horror.
Zuerst das gute: Die bunte Oberwelt ist wirklich gut gelungen, mir gefällt der Fantasy-ähnliche Look sehr und und die Burg, vor allem mit dem Steg zum schwebenden Turm sind klasse. Auch die Wolken sowie ein paar der Hochhäuser sehen nett aus. Weiterhin ist die Klemmkraft der Steine meistens angemessen. Hier hört mein Lob jedoch auch schon auf.
Das Grauen:
1. Einerseits fallen haufenweise Teile ab, sobald diese nur falsch angeguckt werden, da diese teils mit nur einer Noppe mit dem Ganzen verbunden sind. Das macht den Bau der Oberwelt zu einer einzigen Tortur. Dessen unterer "Berg" wird nämlich direkt nach dem Bauen mit den Schnüren aufgehängt, was ein Akt an sich ist (komme ich später noch zu). Anschließend soll nun die gesamte, sehr flimsig und kleinteilig gestaltete, Oberwelt auf den, an Schnüren schwebenden, Berg gebaut werden. Wie oft die gesamte Konstruktion mir dabei trotz großer Vorsicht runtergefallen ist, kann ich nicht mehr genau sagen, aber es belief sich ungefähr auf ein Dutzend. Dabei werden natürlich immer gleich mehrere der Hochhäuser sowie Teile der Burg abgeräumt, die man nun zusätzlich wieder anbauen darf.
2. Fehlteile gab es leider so viele, dass ich diese jetzt garnicht alle aufzählen kann, hier daher ein paar Beispiele. Die Fliesen, besonders in grün, die alle unterschiedlich Töne hatten, waren noch das geringste Problem. Ohne eigene Teile hätte ich z.B. den schwebenden Turm an der Seite nämlich gar nicht bauen können. Den hier mitgelieferten Roundplates fehlte das "Kreuz" in der Mitte zum Einführen einer Technikstange, um diese aneinander zu halten. Dafür hatten diese einfach ein großes Loch in der Mitte, was das ganze Prinzip natürlich zerstört. Weiterhin waren einige Teile wie bei den Roundplates zwar nah dran, dann im Endeffekt trotzdem anders als in der Anleitung zu sehen, was über das gesamte Set verteilt bestimmt 8-10 Mal vorkam und damit auch recht ärgerlich war.
3. Die Schnüre für das Tensegrity-Prinzip haben mir am Ende die letzten Nerven gekostet. Diese nämlich fast Millimeter genau zu schnüren und dabei die Insel, die ein beträchtliches Gewicht hat, tatsächlich zu balancieren, war für mich unmöglich. Nach einer guten Stunde Probieren habe ich aufgegeben und wie man den Fotos entnehmen kann, die Insel mit Bricks sowie einer Schnur oben errichtet. Ein Problem war, dass die Schnüre so glatt sind, dass selbst mit doppelt- und dreifach Knoten diese sich unter dem Gewicht der Insel langsam aber sicher wieder geöffnet haben. Ein weiteres Problem war, dass das erwähnte Gewicht der Insel beide Transclear-Technik-Aufhängungs-Seiten deutlich verbiegt, was blöd aussieht und dem Set zumindest augenscheinlich auch ein bisschen Stabilität klaut.
Abschließend lässt von mir nur sagen, dass ich das Set unter keinen Umständen nochmal bauen wollen würde. Zwar ist der Preis mit den über 1000 Teilen echt gut, aber die oben genannten Probleme machen das Set für mich zu einem einfachen No-Go. Falls jemand von euch es schafft, dieses Set langfristig zu balancieren: Hut ab, ihr seid ein deutlich geduldigerer und feinfühliger Mensch als ich


